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Auf dieser Webseite:

Zitate, Publikationen, Kommentare und Links zu Theodor W. Adorno.

Verwandte Themen:

Adorno im Zusammenhang des Frankfurter Kreises: Frankfurter Schule. Die Philosophie und Wissenschaft gesellschaftlicher  Praxis als Alternative: Philosophie der Praxis. Erste Buchveröffentlichung der praxisphilosophischen Initiative: Das PRAXIS-Konzept.
  

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  Adornitische Perplexionen
  
Was in Hegel und Marx theoretisch unzulänglich blieb, teilte der geschichtlichen Praxis sich mit; darum ist es theoretisch erneut zu reflektieren, anstatt daß der Gedanke dem Primat der Praxis irrational sich beugte; sie selbst war ein eminent theoretischer Begriff (Negative Dialektik, S. 147). Falsche Praxis ist keine (Marginalien, S. 175).

Daß an Erkenntnis, deren mögliche Beziehung auf verändernde Praxis zumindest temporär gelähmt ist, auch in sich kein Segen sei, dafür spricht vieles. Praxis wird aufgeschoben und kann nicht warten; daran krankt auch Theorie (Negative Dialektik, S. 242). Das Verzweifelte, daß die Praxis, auf die es ankäme, verstellt ist, gewährt paradox die Atempause zum Denken, die nicht zu nutzen praktischer Frevel wäre (Negative Dialektik, S. 243).

Exakte Phantasie eines Dissentierenden kann mehr sehen als tausend Augen, denen die rosarote Einheitsbrille aufgestülpt ward (Negative Dialektik, S. 56). Was einmal einer besseren Praxis obliegt und zuteil wird, kann Denken, der Warnung vorm Utopismus gemäß, jetzt und hier so wenig absehen, wie Praxis, ihrem eigenen Begriff nach, je in Erkenntnis aufgeht (Negative Dialektik, S. 243). Hoffnung ist kein Prinzip (Blochs Spuren, S. 248).

Kriterium des Wahren ist nicht seine unmittelbare Kommunizierbarkeit an jedermann. Zu widerstehen ist der fast universalen Nötigung, die Kommunikation des Erkannten mit diesem zu verwechseln und womöglich höher zu stellen, während gleichzeitig jeder Schritt zur Kommunikation hin die Wahrheit ausverkauft und verfälscht ... Wahrheit ist objektiv und nicht plausibel. (Negative Dialektik, S. 51 f.).

Die einzelmenschlichen Spontaneitäten, mittlerweile auch weithin die vermeintlich oppositionellen, sind zur Pseudoaktivität, potentiell zum Schwachsinn verurteilt (Negative Dialektik, S. 341). Wahrscheinlich wäre für jeden Bürger der falschen Welt eine richtige unerträglich, er wäre zu beschädigt für sie (Negative Dialektik, S. 345). Alle Kultur nach Auschwitz, samt der dringlichen Kritik daran, ist Müll (Negative Dialektik, S. 359).

Es liegt an der Bestimmung der negativen Dialektik, dass sie sich nicht bei sich beruhigt, als wäre sie total; das ist ihre Gestalt von Hoffnung. (Negative Dialektik).

Philosophie ist das Allerernsteste. Aber so ernst auch wieder nicht (Negative Dialektik, S. 26). Ihr Schwebendes aber ist nichts anderes als der Ausdruck des Unausdrückbaren an ihr selber. Darin wahrhaft ist sie der Musik verschwistert (Negative Dialektik, S. 115).

      

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Konkrete Praxisphilosophie contra Kritische Theorie
  
Zur Kritik der Kritischen Theorie
von Horst Müller *)

Die Vertreter der Kritischen Theorie wurden im Positivismusstreit herausgefordert, ihr Konzept einer »dialektischen Soziologie« zu verdeutlichen. Sie argumentierten mit dem wie selbstverständlichen Anspruch, in ihren Auffassungen auch das Erbe der von Hegel über Marx verlaufenden Tradition kritischer Philosophie und Wissenschaft zu bewahren, ohne aber dogmatisch zu sein. Adorno versuchte in der bezeichneten »Einleitung«, gemeinsame Grundpositionen darzulegen. Dabei fehlt jedoch, ganz im Unterschied zu Kofler und auch Bloch, jeder definitive Rekurs auf das Marxsche Praxiskonzept, und die Traditionslinie des praxiszentrierten Marxismus wird völlig ignoriert. Von vornherein hat damit der Praxisbegriff seine Schlüsselfunktion und sein spezifisches Profil verloren.

Nicht eine differentielle Praxis-Totalität, sondern » soziale Lebenswelt« schwebt vor, in der mancherlei »Lebenspraxis« statthat. Hier empfiehlt sich Praxis als probates Mittel zur Bewältigung von »problematischen Situationen (TuP 1978, 163, 188). Die spezifische Akzentuierung der anderweitigen Marxkritik von Habermas - die Unterstellung, das Praxiskonzept sei philosophisch so mangelhaft, daß Marx die »ldee der Wissenschaft vom Menschen nicht entfaltet«, sondern »durch die Gleichsetzung der Kritik mit Naturwissenschaft sogar desavouiert« habe (Eul 1975, 58, 85) - ist durch Adornos Marxrezeption vorgeprägt, der diesem ein simpel politisches Aktionsdenken unterschiebt: »... der in seiner Jugend die Feuerbachthesen verfaßte«, d.h. die weltverändernde Aktion forderte, blieb angeblich »sein Leben lang« nur »theoretischer Nationalökonom«. Auch Jay wies daraufhin, daß Horkheimer und Adorno bezeichnenderweise auf die Marxschen »Pariser Manuskripte« nur selten zurückkamen (DP 1976, 100): Der Mangel an einem eigenen philosophisch-wissenschaftlichen Angelpunkt, wie ihn etwa das Praxiskonzept bietet, macht den von Habermas in »Erkenntnis und lnteresse« unternommenen nachdrücklichen Versuch verständlich, mit Marx' Praxisdenken abzurechnen und durch die Erfindung des neuen Dualismus von instrumentalem und kommunikativem Handeln (Eul 1968, 1975, 36 ff.) Neuland zu gewinnen.

In der Dokumentation zum Positivismusstreit besteht jedoch der einzig wirklich hervorzuhebende Gesichtspunkt zum Praxisproblem darin, daß unter Rückgriff auf pragmatische Denkansätze (DpiddS 1978, 180 ff.) die These vorgetragen wird, daß in jeder Form der Theoriebildung praktische Interessen walten, die bei einer scheinbar wertfreien Erkenntnis nur in Vergessenheit gerieten. Habermas' Denken kreist um das Problem einer »normativen Bindung des Forschungsprozesses an Motive der Lebenspraxis«. Die Vertreter der Kritischen Theorie waren daher darauf verwiesen, eine Wirklichkeitsauffassung ohne die konstitutionstheoretische Schlüsselkategorie mit ihren insbesondere erkenntnis- und bewußtseinstheoretischen Konsequenzen zu entwickeln.

Ohne die spezifischen Probleme einer Synthesis gesellschaftlicher Praxis zu verfolgen, setzt der Zugriff unvermittelt auf der Ebene einer »Totalität des gesellschaftlichen Lebenszusammenhangs« ein (DpiddS 1978, 155; alle folgenden Zitate ebd.). Adorno zieht Marx und Hegel heran, um ein Konzept der »Totalität« zu verdeutlichen, das in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen rückt. Aus der Marxschen Theorie wird die Grundthese herausgebrochen, daß sich die Bewegung der real bestehenden kapitalistischen Gesellschaft gegenüber den Subjekten, deren entfremdeter Praxis sie sich verdankt, verselbständigt hat. Während aber die Marxsche Analytik auf die widersprüchliche Bewegung, die Öffnungen der Praxistotalität und letztlich einen Praxisform-Wechsel zielte, deutet Adorno solche Möglichkeiten nur zaghaft an. Er überzeichnet den Charakter der bestehenden sozialen Totalität als ein repressives Kontinuum. In zahlreichen Formulierungen wird deutlich, wie die geschichtspessimistische Perspektive der Gründer der Frankfurter Schule das Totalitätskonzept prägt: Die Totalität ist eine »blind herrschender »nichts hat innerhalb der verdinglichten Gesellschaft eine Chance, zu überleben, was nicht seinerseits verdinglicht wäre«. Dem anlagemäßig »sich abdichtenden System« eignet infolge der »Autonomie der Sozialprozesse« ein naturwüchsiger Charakter«. »Totalität ist, provokatorisch formuliert, die Gesellschaft als Ding an sich, mit aller Schuld der Verdinglichung«.

Um dieses reduktionistische Totalitätskonzept zu untermauern, greift Adorno auch grundlegende Kategorien der Hegelschen Logik auf. Insbesondere rekurriert er auf eine »Konzeption von Widersprüchlichkeit der gesellschaftlichen Realität«. Aber es zeigt sich, daß Widersprüchlichkeit hier nicht als das wichtigste spezifische Konstitutionskriterium einer Lebensform gilt, sondern als Antagonismus im landläufigen Sinn, als eine »strukturelle Beschaffenheit« Die Hegel-Marxsche Zentralkategorie hat damit ihr eigentliches Profil und die darin liegende praxisanalytische Anweisung verloren. Dies schlägt kategorial auch auf den Begriff der »Totalität« zurück: Sie erscheint als ein Ganzes, das durch seine Momente konstituiert wird und wieder durch sie hindurch regiert, d.h. als ein allseitiger funktioneller Vermittlungszusammenhang. Ohne eine explizite Theorie der »Widersprüche« bzw. Reziprozitätsbeziehungen der gesellschaftlichen Praxis muß das Totalitätskonzept funktionalistisch geraten, was z. B. die Bemerkung erhellt, daß »Gesellschaft aus Subjekten sich zusammensetzt und durch ihren Funktionszusammenhang sich konstituierte.

Während Kofler ein durch den Einsatz von immer neuer Praxis vermitteltes Umschlagen von Objektivität und Subjektivität ineinander registriert, begnügt sich Adorno mit dem Hinweis, nunmehr seien Individuum und Gesellschaft »auseinandergetreten«. So erscheint soziale Totalität, obwohl mit tiefsinnigen Kategorien der Hegelschen Logik umschrieben, immer mehr als eine zum selbstregulativen »Gesamtsystem« entartete »soziale Lebenswelt«, und nicht als eine durch spezifische Widersprüche über sich hinaustreibende Praxisform.

Dieses »Allerwirklichste« ist aber zunächst alltäglich und wissenschaftlich verborgen. Das Gesamtsystem ist nicht unmittelbar, von partikulären Standorten her zu registrieren, sondern es ist »das die Erscheinungen prägende, in ihnen erscheinende und in ihnen sich verbergende gesellschaftliche Wesen, das sich mit Ideologie panzerte. Die Verdinglichung des Bewußtseins läßt »ldeologie als gesellschaftlich falsches Bewußtsein, als einen Verblendungszusammenhang entstehen: Ideologie erscheint weniger als funktionelle Praxislogizität, denn als eine Verblendung, die in theoretischer Anstrengung zu überwinden wäre; unmöglich scheint zu sein, daß die soziale Wahrheit in wesentlichen Erscheinungen durchschlägt.

Adorno muß gespürt haben, daß die von ihm konzipierte konkrete Totalität nur noch ein automatisches System darstellt. So fügt er warnend hinzu, daß bei aller Dinghaftigkeit der Lebensprozesse diese doch Ausdruck von Herrschaftsverhältnissen seien: »Der ausweglose Bann der Tierwelt reproduziert sich in der brutalen Herrschaft stets noch naturgeschichtlicher Gesellschaft. Dieser diffuse Begriff von Herrschaft kann freilich kaum auf die Identifizierung von repressiver, reaktionärer Praxis zielen. Er verweist auf ein Geflecht von mehr oder weniger anonymen Instanzen - nicht auf Adressen, an die sich der Protest derer, denen der »Prozeß« gemacht wird, wenden könnte: »Fakten«, die »Gewalt angenommen« haben, »sich selbst verborgene« herrschende Interessen.

Adornos Konstitutionstheorie der bestehenden Lebenswirklichkeit führt schließlich in das historische Entwicklungsschema der »Dialektik der Aufklärung« zurück. Der bestehende Gesellschaftszustand ist »in Wahrheit die Summa jenes geschichtlichen Prozesses, in dem die sich loslösende und sich vergegenständlichende Subjektivität als totale Herrscherin der Natur sich aufwarf, das Herrschaftsverhältnis vergaß und es verblendet in die Schöpfung des Beherrschten durch den Herrscher umdeutete«, so daß Geschichte dem Menschen als »verlängerte Naturgeschichte« widerfährt: Die grundlegende Auffassung des Historischen, die sich abzeichnet, ist die einer Universalgeschichte, in der die fatale Dialektik der Aufklärung stattfand.

Solche »Geschichte« ist wohl ein Leitfaden für eine glänzende und tiefschürfende Essayistik, vermag aber den an der Prozeßfront Stehenden wenig Hoffnung zu machen. Sie beinhaltet keine konkrete Analyse der im realen historischen Praxisform-Wandel erreichten Entwicklungsstufe. Sie kann betroffenen und verantwortlichen Subjekten nicht melden, wo im Vollzug der alten sich neue Verhältnisse und neue Praxis abzeichnen, welche Möglichkeiten zu ergreifen sind. Es stellt sich schließlich die Frage, wie in dieser problematischen Lage wenigstens theoretisch aus dem Verblendungszusammenhang heraus und zu übergreifenden Erkenntnissen zu kommen ist. Die von Habermas präzisierte Ausgangsposition ist die, daß »der von Subjekten veranstaltete Forschungsprozeß dem objektiven Zusammenhang, der erkannt werden soll, durch die Akte des Erkennens hindurch selber zugehört« (DPiddS 1978, 156ff.). Es geht Adorno und Habermas keineswegs darum, alle Konsequenzen aus der unaufhebbaren Praxisimmanenz zu ziehen, sondern zu begründen, wie von daher gerade kognitive Distanz gewonnen werden kann. Diese soll sich im Grunde der relativ autonomen Kraft »kritischer Vernunft« verdanken.

Adorno spricht von einem Akt »emphatischer Erkenntnis«, für die kein »Phantasieverbot« gilt. Dadurch soll ein »Begriff« der Realität gewonnen werden, welcher über die ideologiekritische Erkenntnis des waltenden »Wesens« hinausgeht. Habermas zufolge kann die Verblendung »in Anknüpfung an die natürliche Hermeneutik der sozialen Lebenswelt« unter Zugrundelegung eines Interesses an historischer Emanzipation durchbrochen werden: Beide wissenschaftstheoretischen Konzepte sind insofern kongruent, als es nicht um das praxiswissenschaftlich geforderte »Begreifen der Praxis« innerhalb eines doppelt dimensionierten historischen Raums, d. h. innerhalb eines vollen Praxisformwechsels geht. Gemeint ist vielmehr, daß ein allgemeines Emanzipationsinteresse einen Gesellschaftszustand denken läßt, der überlegenen Vernunftkriterien genügt. In diesem könnte die Gesellschaft, ein »wesentliches lntersubjektives«, wieder als reales »Gesamtsubjekt« fungieren.

Diese abstrakte Projektion dient als Interpretationsfolie, von der her das Bestehende mit seinen Mängeln transparent gemacht werden soll. Diese eigentliche Erkenntnisintention der Kritischen Theorie verrät Adorno, wenn er eine »Deutung« verlangt, »die ein Seiendes auf ein Nichtseiendes« interpretiert. Das »Nichtseiende« stellt hier praktisch eine unendliche Aufgabe dar. Indem der praxiswissenschaftlichen Konkretionsforderung ausgewichen wird, ist zugleich die »kritische« Funktion der Erkenntnis aus der Einheit analytischer, kritischer und konzeptiver Erkenntnisfunktionen herausgebrochen: Das entsprechende konkret-utopische Begreifen der Praxis zielt darauf, eine werdende neue Praxis an der Prozeßfront zu be- und ergreifen, damit diese nicht in anderer historischer Tendenz und Perspektive überspielt wird.

Während also die Realitäts- und Wissenschaftskonzeption der Frankfurter Theoretiker einen leeren Raum zwischen dem Bestehenden und dem Noch-Nicht beläßt und das Noch-Nicht als Vernunftkonzeption oder Interpretationsfolie auftritt, muß dieses praxiswissenschaftlich als Realität in Latenz, in seinen vielleicht vorhandenen Vorgestalten, schließlich als konkretes Projekt der Praxis identifiziert werden. Auch heben sich die widersprüchlichen historischen Totalisierungen - der Konzeption des revolutionären Humanismus zufolge - nicht in einer Universalgeschichte auf. Vielmehr treten verschiedene Vernunftgestalten und Weltsichten, unvereinbare Praxisperspektiven in einen Kampf darum ein, was als soziale Wahrheit gelten und sich verwirklichen soll. Als Naivität muß sich aus dieser Sicht die von Habermas in der Diskussion mit den »Positivisten« vorgetragene Ansicht darstellen: »Da gleichwohl beide Parteien von der Einheit der menschlichen Vernunft, somit von der Möglichkeit eines vernünftig zu erzielenden Konsens, überzeugt sind und die umfassende Rationalität einer vorbehaltlosen Kritik als den Horizont einer möglichen Verständigung nicht willentlich leugnen, läßt sich eine Diskussion auch zwischen ihnen führen« (DPiddS 1978,265).

Die von der Frankfurter Schule im Positivismusstreit reklamierte kommunikative, dialektische Vernunft wirft am Ende die Frage auf, warum keiner ihrer Vertreter jemals eine angemessene Diskussion mit Kofler führte. In bezug auf Bloch lieferte selbst Habermas weniger eine Interpretation als Marginalien, die den grundlagentheoretischen Kern, nämlich die von Bloch geleistete Wiederentdeckung und entscheidende Bereicherung des authentischen Praxiskonzepts, verfehlen und auf dieser Grundlage gewonnene höchst zeitgemäße Problemsichten beiseite schieben. Es heißt, der »marxistische Schelling« habe bei seiner nur »philosophischen« Aneignung von Marx im wesentlichen eine »Montage« aus »Naturphilosophie und Marxismus« vollbracht. Aber leider sei er - wie Marcuse - als »ahnungsvoller Verächter« der Strukturen der »modernen« Wissenschaft und Technik der »romantischen« Idee einer substanziell veränderten Wissenschaft und Technik aufgesessen. Demgegenüber gelte es geradezu, die »Unschuld der Technik« und die Notwendigkeit instrumentalen, überhaupt zweckrationalen Handelns« zu verteidigen (TuP 1963, 1978, 419, 268 f., 348 f.)!

Heute, nach dem Eintritt in den globalen Krisenzusammenhang der 80er Jahre mit seinen insbesondere auch technisch-ökologischen Katastrophen, erscheinen zeitdiagnostisch bedeutsame Einschätzungen wie diese in einem neuen Licht. Sie veweisen auf die Qualität der jeweils zugrunde liegenden konstitutionstheoretisch-wissenschaftstheoretischen Leitkonzepte. Hier tritt nach der inzwischen gewonnenen Distanz der konzeptionelle Unterschied und seine weitreichende Konsequenz deutlicher hervor: Auf der Seite des revolutionären Humanismus wurde versucht, das genuin Marxsche Praxiskonzept aufzugreifen und weiterzuentwickeln - jenes Konzept, das auf Seiten der Kritischen Theorie verkannt, verworfen und verdunkelt wurde.

Diese negative Kontinuität der Frankfurter Schule war bereits wirksam in den grundlagentheoretischen Differenzen, die zwischen Horkheimer und Adorno auf der einen und Marcuse auf der anderen Seite aufbrachen. Sie trat unübersehbar hervor bei Adorno: Weder hat Marx jemals eine »These vom Primat der praktischen Vernunft« vertreten, noch diese gar »von Kant und dem deutschen Idealismus empfangen« und dann »geschärft« zu der Forderung, »die Welt zu verändern anstatt sie bloß zu interpretieren«. Unerfindlich bleibt, wo Marx jemals mit einer solchen oder anderen These ein urbürgerliches »Programm absoluter Naturbeherrschung« unterschrieben habe (Negative Dialektik, 242): Mit Wortmusik und Gerüchteküche läßt sich der im philosophischen Präzisionssinn gemeinten Auffassung nicht beikommen, daß »widersprüchliche gesellschaftliche Praxis« - mit Natur als »anorganischem Leib« des Menschen in ihrem Horizont - die Konstitution der Lebenswirklichkeit des Menschen enthüllt, und daß der soziale Auftrag der Erkenntnis in Alltag und Wissenschaft nur durch ein »konkret-utopisches Begreifen der Praxis« erfüllt werden kann.

Die grundlagentheoretische Rechtfertigung für die Abwendung von diesem Konzept lieferte der Habermassche »Holismus«-Vorwurf (ZRdHM 1976, 31 u. a.), auf den die Erfindung des neuen Dualismus von »Arbeit« und »lnteraktion« folgte, der seitdem in immer neuen Potenzen variiert wurde - bis schießlich neue Begriffsverwirrung mit dem heute erhobenen Anspruch gestiftet wurde, mit dem Begriff des »kommunikativen Handelns« den »endlich unverfälschten Begriff der Praxis« gefunden zu haben (ThdkH 11981,485 f.):

Wer im gleichen Atemzug und ohne Zusatz die Behauptung aufstellt, Marx habe sich mit seiner »Parole vom Praktischwerden der Philosophie« nur die »Perspektive der junghegelianischen Philosophie der Tat« zu eigen gemacht, wird sich nach allen zum Praxisproblem inzwischen vorgelegten Argumentationen die Frage gefallen lassen müssen, ob er nicht das Geschäft einer Marxverfälschung betreibt.

Ist es daher nicht an der Zeit, die schon in der ersten Nachkriegsperiode bestehende emanzipationstheoretische Alternative als solche wahrzunehmen und den auch heute noch bestehenden Gegensatz endlich in einen angemessenen philosophischen, wissenschaftlichen und politischen Diskurs zu klären und auszufechten ? Der 100. Geburtstag von E. Bloch 1985 gibt dazu Anstoß und Richtschnur zugleich: »So verdient genau das Denken den Namen Humanismus, das kritisches und antizipierendes Bewußtsein umwälzender Praxis zugleich ist. Kritisch zur objektiven Gewalt des Tatsachenscheins und konkretutopisch bezogen auf objektiv-reale Möglichkeit und ihre Tendenzen aufs erhoffbare Alles statt des drohenden Nichts« (Bloch für Kofler 1980, 28).

*) Auszug aus dem Abschnitt "Kritische Theorie und ihre Kritiker", S. 87-92 in: Horst Müller, Praxis und Hoffnung. Germinal Verlag, Bochum 1986
  

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Veröffentlichungen von und zu Theodor W. Adorno
  
Adorno, Theodor W.: Theodor W. Adorno. Gesammelte Schriften. 20 Bände. Herausgegeben von Rolf Tiedemann unter Mitwirkung von Gretel Adorno, Susan Buck-Morss und Klaus Schulz. Frankfurt/M. 1997 ff.

Adorno, Theodor W. / Horkheimer, Max (1947): Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1969 (GS Band 3).

Adorno, Theodor W. (1951): Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Reprint der Erstausgabe im Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2001 (GS Band 4).

Adorno, Theodor W. (1966): Negative Dialektik. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1975 (GS Band 6).

Adorno, Theodor W.: Ästhetische Theorie. (GS Band 7).

Adorno, Theodor W.: Soziologische Schriften I/II. (GS Band 8 und 9).

Adorno, Theodor W.: Philosophische Elemente einer Theorie der Gesellschaft. Nachgelassene Schriften Bd. 12, hg. v. Tobias ten Brink und Marc Phillip Nogueira. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008.


Adorno, Theodor W.: Zur Aktualität der Philosophie, in: Gesammelte Schriften Band 1.

Adorno, Theodor W. (1956): Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Studien über Husserl und die phänomenologischen Antinomien. Herausgegeben von Gretel Adorno und Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1990 (GS Band 5).

Adorno, Theodor W.: Drei Studien zu Hegel. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1963 (es 38).

Adorno, Theodor W.: Résumé über Kulturindustrie. S. 337-343 in: ............................., 1963

Adorno, Theodor W.: Soziologie und empirische Forschung. S. 196-216 in: Soziologische Schriften 1.

Adorno, Theodor W.: Spätkapitalismus oder Industriegesellschaft?, S. 354-270 in: Soziologische Schriften 1.

Adorno, Theodor W.: Zur Logik der Sozialwissenschaften, S. 103 ff. in: Th. W. Adorno, R. Dahrendorf, H. Pilot, H. Albert, J. Habermas, K. R. Popper, Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie. Neuwied, Berlin 1969. Ebenso S. 547-565 in: Soziologische Schriften 1.

Adorno, Theodor W. (1955): Kulturkritik und Gesellschaft, S. 11-30 in: Gesammelte Schriften, Bd. 10.1.

Adorno, Theodor W.: Marginalien zu Theorie und Praxis, in: ders.: Stichworte. Kritische Modelle 2, Frankfurt/M. 1969


Claussen, Detlev: Theodor W. Adorno. Ein letztes Genie. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2003.

Jäger, Lorenz: Adorno. eine politische Biographie. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003.

Müller-Doohm, Stefan: Die Soziologie Theodor W. Adornos. Eine Einführung. Campus Verlag, Frankfurt/New York 1996.

Müller-Doohm, Stefan u.a. (Hrsg.): Die Gesellschaftstheorie Adornos. Themen und Grundbegriffe. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998.

Müller-Doohm, Stefan: Adorno. Eine Biografie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2003

Scheible, Hartmut: Theodor W. Adorno in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt Verlag, 1989.


Biografien konkurrieren um das «richtige» Adorno-Bild

Der Sozialphilosoph und Musiktheoretiker Theodor W. Adorno war kein Freund von Biografien, zumal dann nicht, wenn sie eine Person schwärmerisch verklären. So lautet eine seiner Sentenzen: «Noch die biografische Einzelperson ist eine soziale Kategorie». Zum 100. Geburtstag des Mitbegründers der legendären Frankfurter Schule am 11. September sind nun gleich drei Lebensbeschreibungen erschienen. Sie alle wollen dem Anspruch Adornos, der 1969 starb, genügen und könnten doch kaum unterschiedlicher sein.

Als unermüdlicher Archivar erweist sich Stefan Müller-Doohm. Auf über 1000 Seiten leuchtet der Oldenburger Soziologe jede der Lebensstationen Adornos bis in den letzten Winkel aus: die wohlbehütete Kindheit in Frankfurt am Main; die eskapadenreichen Zwanzigerjahre, in denen Adorno zwischen seiner Heimatstadt und Wien, wo er bei Alban Berg Komposition studierte, pendelte; die eher unauffällige Zeit des US-Exils, während dem er zusammen mit Max Horkheimer sein wirkungsmächtigstes Werk, «Die Dialektik der Aufklärung», verfasste; schließlich die Rückkehr in die junge Bundesrepublik, wo er sich bald mit Sätzen wie «nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch» als intellektuelles Gewissen etablierte.

Müller-Doohms Buch gilt schon allein deshalb als die offizielle Biografie, weil sie ­ wie die Werke Adornos nach dem Zweiten Weltkrieg - im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Was Genauigkeit und Detailreichtum betrifft, ist diese Einschätzung berechtigt. Seine übersichtliche Gliederung und der Anhang mit einer tabellarischen Chronik, einer Aufstellung aller Seminare und Vorlesungen und einem Verzeichnis aller Kompositionen machen es zudem als Nachschlagewerk unentbehrlich. Doch der Band bleibt zu sehr den reinen Fakten verhaftet. Es fehlt eine klare, inspirierende These, die Adornos Denken konfiguriert und im geistesgeschichtlichen Kontext verortet.

Genau das bietet Lorenz Jäger in seinem Buch «Adorno - Eine politische Biographie». Der Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht davon aus, dass Adorno die Moderne, wie sie sich in seinem Geburtsjahr verstärkt gezeigt hat, zeit seines Lebens zu begreifen versucht habe. 1903 bricht der spätere Zwölfton-Musiker Arnold Schönberg mit seinen «Gurreliedern» zu neuen Ufern auf und der Dichter Hugo von Hofmannsthal vollendet seine «Elektra». In jenes Jahr fällt aber auch die Gründung der US-Automobilfirma Ford, die einen gewaltigen Rationalisierungsschub auslöst.

Jäger formuliert erfreulich prägnant und fasst die Positionen Adornos gut verständlich zusammen. Erhellend sind besonders die Kapitel, in denen er dessen politischer Haltung nachgeht. Er weist nach, dass Adorno als junger Gelehrter zunächst nicht ganz frei davon war, sich den Naziherrschern anzubiedern, um auch nach 1933 noch in Deutschland publizieren zu können. Zwiespältig war auch nach dem Zweiten Weltkrieg Adornos Standpunkt gegenüber den USA: Er begrüßte die Amerikaner als Befreier und brandmarkte die von Hollywood geprägte Kulturindustrie, weil er sie für die Verblendung gegenüber der kapitalistischen Realität verantwortlich hielt.

Jägers kritische Darstellung führt aber letztlich dazu, dass er kaum ein gutes Haar an Adorno lässt. Nicht nur, dass der Verfasser ausgiebig Adorno-Kritiker wie Bertolt Brecht zu Wort kommen lässt, er hält auch die Aktualität des Vordenkers der Kritischen Theorie spätestens mit dessen Todesjahr für gänzlich erloschen. Selbst die Studentenbewegung habe ihren Stichwortgeber Ende der Sechzigerjahre hinter sich gelassen. Bei soviel Distanz mag man sich am Ende fragen, warum Jäger überhaupt ein Buch über Adorno geschrieben hat.

Ein Zuviel der Identifikation findet sich dagegen in der Biografie des ehemaligen Adorno-Schülers Detlev Claussen. Bereits ihr Untertitel «Ein letztes Genie» weist in diese Richtung. Ausführlich zitiert der in Hannover lehrende Soziologe aus den Werken Adornos und denen seiner älteren Weggefährten wie Walter Benjamin, Max Horkheimer und Ernst Bloch. Bis in die kleinste Verästelung zeichnet er ihre Diskussionen und Differenzen nach, die im Falle Blochs bis zum Zerwürfnis geführt haben.

Der Kosmos, in dem der Frankfurter Philosoph gelebt und gedacht hat, wird dadurch überaus anschaulich. Allerdings geht durch die allzu vielen Exkurse und Rückblicke oftmals der rote Faden verloren. Zudem bleiben Adornos große Antipoden wie Martin Heidegger und Karl Popper weitgehend außen vor, so dass der Eindruck entsteht, das Buch sei letztlich nur für die Freunde und Anhänger Adornos geschrieben.

Quelle: Südkurier am 11.09.2003 (dpa)
  
  

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Biographie, Bibliographie und andere Quellen
    
Adorno im Suhrkamp-Verlag
http://www.suhrkamp.de/autoren/adorno/adornobio.htm
http://www.suhrkamp.de/foreignrights/autoren/nonfiction/adorno-100.htm

Adorno bei Carsten Allefeld
http://www.murfit.de/adorno.html

Adorno Biografie
http://www.dh-museum.com/lemo/html/biografien/AdornoTheodorW

Adorno in Peter Möllers Philolex
http://www.philolex.de/adorno.htm

Adorno unter Klassikern der Soziologie
Adorno im Internetlexikon zu 50 Klassikern der Soziologie. Eigenständig recherchierte Informationen zu Biografien, Bibliografien und Nachlassverzeichnissen, für Lernende wie Lehrende.
http://www.kfunigraz.ac.at/sozwww/agsoe/lexikon/klassiker/adorno/02bio.htm

Theodor W. Adorno Forschungsstelle
an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
http://www.uni-oldenburg.de/fopro/adorno/

Adorno Literaturlinks
Texte im Internet und etliches Sekundäres
http://www.litlinks.it/a/adorno.htm

Adorno Panorama bei e-LISA
Adorno bei e-LISA - Die beste Seite der Bildung für LehrerInnen
http://www.e-lisa.at/linkexpress/archiv/2003/031002_pan.asp
     

Texte im Anschluss an Adorno
  
Auernheimer, Gustav:
Der Kritiker im Projekt der Aufklärung: Zu Theodor W. Adorno. Eine Studie aus Anlass des 100. Geburtstages: Besonderheiten der Rezeption - Die Gesellschaftskritik und ihre Sprache - Die Dialektik der Aufklärung. Als IPkW-Onlinetext.

Görg, Christoph: Praxis - der blinde Fleck kritischer Theorie. Vortrag, gehalten auf der Berliner Tagung: Unvergleichliches Denken. Adornos Aktualität, aus Anlass seines 100. Geburtstags am 21./22. Juni 2003 im Literaturhaus Berlin. Siehe auch Zeitschrift für kritische Theorie Heft 18/19 2004. Verlag  zu Klampen 2004. Als IPkW-Onlinetext.

Lenk, Kurt: Adorno im Zwielicht. In: Neue Gesellschaft. Frankfurter Hefte NG 9/2003. Als IPkW-Onlinetext.
  

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Kritische Stellungnahmen zu Adorno
  
Adornismus. Motive eines Überganges
Meinhardt Creydt in der UTOPIEkreativ Nr. 156, Oktober 2003, S. 949-961: Derart verhärtete Pauschalkritik einer 'monolithischen Gesellschaft' mag als einfache Negation von pausbäckigem Technik- und Planungsoptimismus ihr Recht haben. Mittlerweile ist sie aber zu einer Art negativer Idylle für Kritiker avanciert, die sich im Abseits häuslich eingerichtet haben. Ihnen mißrät Kritik zur altklugen Pose.
http://www.utopiekreativ.de

Adorno als Bibel der moralischen Individualisten
Adorno im Kontext des modernen Singledaseins,
vor allem Links und Stimmen zu Minima Moralia
http://www.single-dasein.de/sowi/theodor_wiesengrund_adorno.htm

Bewusstseinsstoff für soziale Aufsteiger
Michael Rutschky in der Literarischen WELT,
über Adornos fassungslose Traurigkeit
http://www.welt.de/daten/2001/11/17/1117le296170.htx

Wie Münchhausen denken
Dirk Auer in der FREITAG, nachdem Adornos Minima Moralia
vor fünfzig Jahren erschienen sind
http://www.freitag.de/2001/13/01131701.htm

Im Zaubermantel der Verneinung
Stephan Wackwitz in der taz über Adorno,
50 Jahre 'Fänger im Roggen'
http://www.taz.de/pt/2001/11/24/a0116.nf/text.name,askcmWXmt.n,6

Denk mal moralisch
Ulf Poschardt fragt in der Welt am Sonntag,
was Adornos Gesellschaftskritik in Zeiten eines fundamentalen Pragmatismus noch sagt
http://www.welt.de/daten/2001/08/19/0819pg275903.htx

Minima Zoologica
Burkard Kirchners Satire zu einem Schreiben Adornos an Bernhard Grzimek
http://www.gabnet.com/phil/kirchner-adorno.htm

Narzistische Feier der eigenen Sensibilität
Lorenz Jägers beißender Beitrag: Adorno. eine politische Biographie.
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003.


Améry, Jean (1967): Jargon der Dialektik, S. 47-68 ff. in: Jean Amery, Widersprüche. München 1990.
Siehe dazu auch:
http://www.iz3w.org/iz3w/239/s21.htm

Böckelmann, Franz (1971): Über Marx und Adorno. Schwierigkeiten der spätmarxistischen Theorie.
Frankfurt/M. 1999. Zu Buch und Rezensionen siehe
http://www.isf-freiburg.org/ca-ira/bockelmann_adorno.htm

Hrachovec, Herbert: Solidarische Subversion. Zur Denkfigur von Adornos Negativer Dialektik, die immer noch in Gebrauch ist, aber mit Vorsicht zu genießen. Siehe unter http://hrachovec.philo.at/subversion/subversion.html

Engster, Frank: Adornos subsumtionslogischer Begriff der Dialektik und das Nicht-Identische oder: Hegel & the form - you can run, but you can't hide. In der trend onlinezeitung unter http://www.trend.partisan.net/trd0602/t170602.html

Kang, Taeho: Dialektik der Kunst - Adornos Ästhetische Theorie. Hausarbeit für das Hauptseminar zur Einführung in die Dialektikkonzeption Adornos im SS 1998. Siehe http://www.geocities.com/monguda/adorno.htm

Tönnies, Sybille: Die Feier des Konkreten. Linker Salonatavismus. Steidl Gerhard Verlag, Göttingen 1996. [ Es ist Aufgabe der Weltgesellschaft, weiter daran zu arbeiten, daß sich im Tausch keine Machtverhältnisse verfälschend auswirken: Die Bekämpfung der Monopole, die Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer wirken in diese Richtung. Durch sie muß der Tausch zu dem geführt werden, was er seiner Natur nach ist: das Hin- und Hergeben von Äquivalenten. ]
    

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