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hegel zur diskussion | 1770-1831 | ||
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Zitate, Publikationen, Kommentare und Links
zu Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Some resources
Verwandte Themen:
Dialektik und Erkenntnistheorie
der Praxis: Dialektik und Erkenntnistheorie.
Von Hegel inspiriert:
Karl Marx. In der Nachbarschaft:
Ludwig Feuerbach. |
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hegel zitiert |
| Reflexion des Dialektischen im Erkennen | ||
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Worauf ich überhaupt in meinen philosophischen Bemühungen hingearbeitet habe und hinarbeite, ist die wissenschaftliche Erkenntnis der Wahrheit. Sie ist der schwerste Weg ... (Hegel Werke 8, Vorrede S. 14) Das Dialektische gehörig aufzufassen und zu erkennen ist von der höchsten Wichtigkeit. Es ist dasselbe überhaupt das Prinzip aller Bewegung, alles Lebens und aller Betätigung in der Wirklichkeit. Ebenso ist das Dialektische auch die Seele alles wahrhaft wissenschaftlichen Erkennens (Hegel Werke 8, § 81, S. 173) Es gibt in der Tat nirgends, weder im Himmel noch auf Erden, weder in der geistigen noch in der natürlichen Welt, ein so abstraktes Entweder-Oder, wie der Verstand solches behauptet. Alles, was irgend ist, das ist ein Konkretes, somit in sich selbst Unterschiedenes und Entgegengesetztes... Was überhaupt die Welt bewegt, das ist der Widerspruch, und es ist lächerlich zu sagen, der Widerspruch lasse sich nicht denken (Hegel Werke 8, § 119, S. 246 f.) Nur Erscheinung zu sein, dies ist die eigene Natur der unmittelbar gegenständlichen Welt selbst, und indem wir dieselbe als solche wissen, so erkennen wir damit zugleich das Wesen, welches nicht hinter oder jenseits der Erscheinung bleibt, sondern eben dadurch sich als Wesen manifestiert, daß es dieselbe zur bloßen Erscheinung herabsetzt (Hegel Werke 8, § 131, S. 263)
Dieser tiefere Sinn der Wahrheit ist es, um den
es sich handelt, wenn z.B. von einem wahren Staat oder von einem wahren
Kunstwerk die Rede ist. Diese Gegenstände sind wahr, wenn sie das sind, was
sie sein sollen, d.h. wenn ihre Realität ihrem Begriff entspricht (Hegel
Werke 8, § 213, S. 369) |
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hegel publikationen |
| Veröffentlichungen von und zu Hegel | ||
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Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Werke in zwanzig Bänden. Theorie Werkausgabe. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1969. Hegel, G.W.F. (1807): Phänomenologie des Geistes. Theorie Werkausgabe Bd. 3. Hegel, G.W.F. (1812/1816): Wissenschaft der Logik I. Erster Teil. Die objektive Logik. Die Lehre vom Sein. Theorie Werkausgabe Bd. 5. Hegel, G.W.F. (1812/1816): Wissenschaft der Logik II. Erster Teil. Die objektive Logik. Die Lehre vom Wesen. Zweiter Teil. Die subjektive Logik oder die Lehre vom Begriff. Theorie Werkausgabe Bd. 6. Hegel, G.W.F. (1821): Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse. Theorie Werkausgabe Bd. 7. Hegel, G.W.F. (1830): Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse. Erster Teil. Die Wissenschaft der Logik. Mit den mündlichen Zusätzen. [ Kleine Logik ] Theorie Werkausgabe Bd. 8. Hegel, G.W.F. (1830): Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse. Dritter Teil. Die Philosophie des Geistes. Theorie Werkausgabe Bd. 10. Hegel, G.W.F. (1830): Die Philosophie der Geschichte. Vorlesungsmitschrift Heimann. Hrsg. v. Klaus Vieweg, München 2005. [ Neuer Blick auf Hegel. Besprechung in der SZ/Literatur am 26.08.2005 ] Beyer, Wilhelm Rainmund (1967): Eine Bibliographie. Im Anhang: Auf der Suche nach Hegels Weltbegriff. 3. erweiterte Auflage. Europaverlag, Wien München Zürich 1982. Schmidt am Busch, Hans Christoph: Hegels Begriff der Arbeit. Akademie-Verlag, Berlin 2002. Inhaltsanzeige auf den Seiten der Hegel-Gesellschaft.
Reichelt, Helmut (Hrsg.): Hegels Grundlinien der
Philosophie des Rechts. Mit einer Einleitung von Helmut Reichelt und
Texten zur Interpretation von Eduard Gans, Karl Marx, Arnold Ruge, H.F.W.
Hinrichs, C.L. Michelet, Rudolf Haym, Karl Rosenkranz, Karl Larenz,
Ferdinand Tönnies, Max Wundt. Ullstein Buch Nr. 2929, Frankfurt/M Berlin
Wien 1972. |
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hegel ereignisse | ||
| Konferenzen und Diskussionen zu Hegel | ||||
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hegel im internet |
| Online-Quellen zu Hegel | ||
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Internationale Hegel-Gesellschaft c/o Prof. Dr. Andreas Arndt Prinzessinnenstr. 15 Q D-12307 Berlin Tel. (030) 76404180 a.e.arndt@gmx.de http://www.hegel-gesellschaft.de Von Wilhelm Raimund Bayer 1953 in Nürnberg gegründete Hegelgesellschaft. Periodicum: Hegel-Jahrbuch im Akademie-Verlag. Veranstaltung: Alle zwei Jahre internationaler Kongress. Internationale Gesellschaft Hegel-Marx für
dialektisches Denken (I.G.H.M.) Gegründet 1981 in Frankfurt am Main. Publikation: Annalen der Internationalen Gesellschaft Hegel-Marx für dialektisches Denken im Verlag Peter Lang. Hegel.Net
Hegel-Institut Berlin |
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hegel zur diskussion |
| Hegel im Kontext des Marxismus und des Praxiskonzepts | ||
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Colletti, Lucio: Hegel und der Marxismus. Ullstein Verlag Frankfurt/M./Berlin/Wien 1976. Ullstein Buch Nr. 3171. Holz, Hans Heinz: Philosophische Bewältigung der Wirklichkeit. Zum 175. Todestag von Wilhelm Friedrich Hegel. Als Onlinetext bei kominform.at Horstmann, Rolf-Peter: Seminar: Dialektik in der Philosophie Hegels. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1978 (stw 234). Jellen, Reinhard: Hegels »Phänomenologie des Geistes« und der Marxismus. In: Zeitschrift TOPOS 30, 2008. Als Onlinetext bei TOPOS. Kojeve, Alexandre: Hegel. Kommentare zur Phänomenologie des Geistes. Mit Anhang: Hegel, Marx und das Christentum. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1975 (stw 97). Kimmerle, Heinz (Hrsg.): Modelle der materialistischen Dialektik. Beiträge der Bochumer Dialektik-Arbeitsgemeinschaft. Den Haag 1978. Onlinetext bei trend.infopartisan. Levine, Norman: Divergent
Paths. Hegel in Marxism and Engelsism. Lexington Books, 2006. [ First in a series of three volumes that explores the
historiography of the relationship between Hegel and Marx
and the genesis of the theories of Marxism and Engelsism from the
late 19th century to the present day ]
Losurdo, Domenico: Über Staat und Demokratie, Kommunismus und Geschichte. In: Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung, 18. Jhrg., Heft 70, Juni 2007. Als Onlinetext. Lukacs, Georg: Der junge Hegel: Über die Beziehung von Dialektik und Ökonomie. 2 Bd. im Suhrkamp Verlag, Franfurt am Main 1973. [ Dazu Andreas Arndt anlässlich einer Tagung der Internationalen Georg-Lukacs-Gesellschaft: Arbeit und Entäußerung. Anmerkungen zu Lukacs 'Der junge Hegel' ] Marx, Karl: Kritik der Dialektik und Philosophie überhaupt. In: Ders., Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844. MEW Ergänzungsband, Erster Teil, S. 568-588. Müller, Horst: Von Hegel zu Marx. Das Rationelle an Hegels Dialektik und Gesellschaftsanalyse. In: Hegel-Jahrbuch 1986. Hrsg. von Heinz Kimmerle, Wolfgang Lefevre und Rudolf W. Meyer. Bochum 1987. S. 143-153. Negt, Oskar (Hg.): Aktualität und Folgen der Philosophie Hegels. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1970 (es 441). Okochi Taiju: Objektivität der Welt und Intersubjektivität der Verständigung. Habermas' neuere Auseinandersetzung mit Hegel. S. 33-41 in: Hitotsubashi Journal of Social Studies 38 (2006). Als Onlinetext der Hitotsubashi University. Ritsert, Jürgen: Dialektische Argumentationsfiguren in Philosophie und Soziologie. Hegels Logik und die Sozialwissenschaften, Verlag Monsenstein und Vannerdat, Münster 2008. Schiller, Hans-Ernst: Bloch und Hegel. Eine erneute Lektüre von Subjekt-Objekt im 175. Todesjahr Hegels. S. 39-60 In: Bloch-Almanach Nr. 26/2007. talheimer Verlag, Mössingen-Talheim 2007. Seidel, Helmut: Hegels Kritik der Metaphysik und die Kritik der Hegelschen Metaphysik.
Siemek, Marek J.: Von Marx zu
Hegel. Zum sozialpolitischen Selbstverständnis der Moderne. Königshausen
& Neumann, Würzburg 2002. [ Sammlung von Aufsätzen zum Themenkreis ]
Treptow Elmar: Theorie und
Praxis bei Hegel und den Junghegelianern.
Habilitationsschrift, München
1971. Zum
Download bei der LMU. [ Theorie und Praxis im Denken Hegels und der
Junghegelianer, darunter auch Feuerbach und Marx ] |
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hegel und nürnberg |
| Hegel und Nürnberg | ||
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Glaser, Hermann: Georg Wilhelm Friedrich Hegel - Weltgeist in Franken. Schrenk Verlag, Gunzenhausen 2008. [ Bd. 7 in der Reihe: Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken, im Schrenk-Verlag. Illustriertes Lesebuch zur Lebensgeschichte Hegels mit besonderem Augenmerk für die Nürnberger Zeit des Philosophen 1808-1816, auch mit Blick auf das philosophische Werk ] Liedtke Max: Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Schulrat in Nürnberg 1813-1816. Stadt Nürnberg, Bürgermeister Geschäftsbereich Schule (Hg.), Heft (52 S.), 2009.
Ein Weltgeist in Franken Für Nürnberg steht 2008 ein „Ankunftsjahr" zum Gedenken und Bedenken an: Es ist dann genau zweihundert Jahre her, dass Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770—1831) als Schuldirektor nach Nürnberg berufen wurde. Es war der Beginn eines für diesen bedeutenden Philosophen äußerst wichtigen Lebens- und Arbeitsphase - ein Weltgeist in Franken... ...Wie nun dieser „Philosoph des Geistes" - ein „Geistumsegler", der unerschrocken vorgedrungen sei, zum „Nordpol der Gedanken, an dem einem das Gehirn im abstrakten Eise einfriere" (so der ihn durchaus verehrende Heinrich Heine) - parterre als Administrator die Dinge des Schulalltags bestens meisterte; wie er als Reformpädagoge seine Schüler für die Ideenwelt inspirierte und enthusiasmierte; wie er das große Glück seines Lebens in der Ehe mit der 20-jährigen Marie von Tucher, Tochter aus altem Patriziergeschlecht, fand und auch (à la Hölderlin) lyrisch pries (es war eine harmonische Ehe, die nur der Tod schied); wie er sein wissenschaftliches Werk weiter vorantrieb, aber dabei keineswegs das gesellige Leben in der Stadt versäumte; wie also dieser Bildungsbürger mit revolutionärem Gedanken, dem manche freilich auch Spießertum unterstellten, die Phase seines Lebens in Nürnberg verbrachte, wird man hoffentlich 2008 zur 200. Wiederkehr seiner Einwurzelung in Nürnberg ausführlich anschaulich kennenlernen können. Hic Hegel, hie salta! Quelle: Hermann Glaser, Ein Weltgeist in Franken. Nürnberger Nachrichten/Kultur am 20.11.2007 Der Hauch der Weltphilosophie vor Ort Der Ausruf von Stadtrechtsdirektor Frommer zum Feuerbach-Gedenken im Jahr 2004: „Das ist der einzige Beitrag Nürnbergs zur Weltphilosophie. Das muss gefeiert werden!", ist leider ein Irrtum. Feuerbach ist weder in Nürnberg geboren, noch verfasste er hier seine beiden Hauptwerke. Der wirklich einzige und einzigartige Beitrag Nürnbergs zur Weltphilosophie ist aber die im Jahr 1812 in der Buchhandlung Schrag erschienene „Wissenschaft der Logik" des Philosophen G. W. F. Hegel, der während wichtiger Jahre seiner Entwicklung von 1808 bis 1816 in Nürnberg Rektor des Ägidiengymnasiums war und sich in dieser Zeit mit Marie Tucher verheiratete. Hegels „Logik" , die in ihrer Tiefe und Schwerverständlichkeit auch noch das Hauptwerk Kants übertrifft, hat dann nicht nur in der Weltphilosophie, sondern in der Weltgeschichte eine große Rolle gespielt. So setzt Lenin die Kenntnis dieses Werkes voraus, um die marxistische Dialektik begreifen zu können. Feuerbach aber, Hegels Schüler in Berlin, fiel von der Philosophie seines Meisters ab und musste sich deshalb von Friedrich Engels, dem Mitstreiter von Karl Marx, schwere Vorhaltungen machen lassen. Mein Urgroßvater, der Fürther Schumachermeister Ludwig Heid, ein Sozialdemokrat der ersten Stunde, nahm an dem Trauerzug der Sozialdemokraten zum Johannisfriedhof teil und erzählte oft im Familienkreis von der vieltausendköpfigen Menschenmenge, vor allem der arbeitenden Bevölkerung, die dem bedeutenden Philosophen die letzte Ehre erwies. Quelle: Fischer, Paul: Feuerbach und Hegel in Nürnberg. Leserbrief. In: NN-Lokal am 31.08.2004. Des Geistesgrößten wird gelegentlich gedacht Es ist verdienstlich und lobenswert, wenn Dr. Auernheimer an Hegels Nürnberger Tätigkeit erinnert. Doch dass in dieser Stadt des Geistesgrößten ihrer Mitbürger nicht gedacht werde, stimmt keineswegs. Sondern: 1956 wurde in Nürnberg die Internationale Hegelgesellschaft ins Leben gerufen. Ihr Gründer und langjähriger Vorstand, der Nürnberger Wilhelm Raimund Beyer (1902 bis 1992), liegt in Feuerbachs Nähe auf dem St.-Johannis-Friedhof begraben. Die Gesellschaft veranstaltete 1992 in Nürnberg den 19. Internationalen Hegelkongress mit weltweiter Beteiligung zum Thema „Recht und Staat". Zuvor schon hatte die Stadt unter Glasers Ägide die Nürnberger Hegel-Tage 1981 veranstaltet, auf denen zum Thema „Die Logik des Wissens und das Problem der Erziehung" neben Vortragenden aus sieben Ländern auch Erlangen-Nürnberger Gelehrte (Beyer, Fürnrohr, Sünkel, Winkler) zu Wort kamen. Die Hegeltage '81 sind in einem Band des Meiner-Verlags, der '92er Kongress in zwei Bänden des Hegel-Jahrbuchs dokumentiert. Quelle:
Prof. Dr. Wolfgang Sünkel: Hegel und Feuerbach. Leserbrief.
In: NN-Lokal am 03.11.2004 Eine Frau, Lebkuchen und Würste für Hegel ...Die Frau im roten Gewand zieht neugierige Blicke auf sich. Anmutig steht sie vor der Egidienkirche, hat ihren samtenen Mantel mit einer Hand hochgerafft und lässt längst vergangene Zeiten wieder lebendig werden. Zeiten, in denen der Egidienplatz „einer der schönsten Plätze Nürnbergs war" und dementsprechend als beste Wohngegend galt. „Heute ist das schwer vorstellbar" räumt die Dame im Biedermeier-Kleid ein und stellt sich sogleich als Susanne von Tucher vor. Die Schauspielerin .. nimmt ihre Zuhörer mit auf eine kleine Zeitreise, die auch zum heutigen Willstätter-Gymnasium führen wird. Dort erinnert, versteckt an der Rückseite eines Gebäudetraktes, eine kleine Tafel an das Wirken eines der berühmtesten deutschen Philosophen in der Stadt. Georg Wilhelm Friedrich Hegel war acht Jahre lang, von 1808 bis 1816, Rektor des damaligen Egidien-Gymnasiums und wurde 1813 zum Schulrat berufen. Hier schrieb er mit der „Wissenschaft der Logik" eines seiner bedeutendsten Werke. Zudem war Nürnberg auch in privater Hinsicht eine wichtige Station in seinem Leben: 1811 heiratete er mit Marie von Tucher ein Mitglied einer der angesehensten Familien der Stadt. Wobei seine Schwiegermutter Susanne von Tucher einräumt, dass sie und ihr Gatte zunächst von dieser Verbindung überhaupt nicht begeistert waren. Hegel sei aus seiner Zeit in Jena, wo er habilitierte, zwar durchaus ein gewisser Ruf vorausgeeilt, so Susanne von Tucher. „Aber ein Bürgerlicher? Und dann auch noch der große Altersunterschied von 20 Jahren? Würden die beiden ihren Lebensunterhalt bestreiten können?" Zudem hatte Hegel einen unehelichen Sohn... Doch wie die Schwiegermutter weiß, war die Ehe, die die Familie dann doch genehmigte, überaus glücklich. Und auch durch sein Wirken als Rektor erwarb Sich Hegel Respekt. Er machte aus der Schule, in der er mit seiner Frau wohnte, wieder eine angesehene Lehranstalt. Bevor er kam, herrschten dort chaotische Zustände: Die Wände waren 50 Jahre lang nicht geweißt worden, es gab keine Toilette und auch das inhaltliche Niveau ließ wohl zu wünschen übrig. Sie sei oft von ausländischen Gästen auf diesen Teil der Stadtgeschichte angesprochen worden, sagt Claudia Wunderlich. „Doch in Nürnberg ist dieser Aspekt weniger geläufig. Die promovierte Anglistin, die als „Kunst- und Kulturvermittlerin" vor allem fremdsprachige Stadtführungen anbietet, will das mit dem Rundgang ändern. In Büchern und Briefen forschte sie gemeinsam mit Ursula Gruß nach biografischen Details. Beide entdeckten, dass Hegel der Stadt auch in seinen späteren Jahren in Heidelberg und Berlin verbunden blieb, nicht zuletzt kulinarisch: Schwiegermutter Susanne schickte Pakete mit Lebkuchen und Würsten. Quelle:
Silke Roennefahrt zum Rundgang Mit Susanne von Tucher im Rahmen des
Programms Stadt(ver)führungen. Nürnberger Nachrichten am 08.06.2007. |
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