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Auf dieser Webseite Ansätze und Diskussionen auf dem Themenfeld Sozialwirtschaft oder Sozialökonomie sowie Dritter Sektor. Die Sozialökonomie im weitesten Sinne wird hier als eine neue Wirtschaftsabteilung neben der klassischen Abteilung der industriewirtschaftlichen Warenproduktion verstanden und so unter dem Titel sozialwirtschaftliche Dienste gefasst. Verwandte Themen Sozialwirtschaft im systemischen Sinn als
Alternative zur Kapitalwirtschaft: Sozialwirtschaft als
Systemalternative. |
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| Deutschsprachige Quellen und Ansätze in Europa | ||
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socialnet. Deutschsprachige Plattform für Fachinformationen aus Sozialwirtschaft und Nonprofit-Management. Hinweise auf Verbände und Stiftungen, Behörden und Kostenträger, Einrichtungen und Angebote, Fachbereiche und Themen sowie Links in die Welt des Sozialen. http://www.socialnet.de Social Economy Europe (CEP-CMAF) Europäische Konferenz der
Organisationen der Sozialwirtschaft (CEP-CMAF) EUROPEAN NETWORK OF CITIES AND REGION FOR SOCIAL
ECONOMY (REVES) European Association for Evolutionary Political Economy (EAEPE) Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und
umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM)
SOWISO Bank für
Sozialwirtschaft sozialprojekte.com
Fachinformationen Sozialwirtschaft und Wirtschaftspolitik bei der FH
Augsburg
Maecenata Institut Mailingliste H-Dritter Sektor
Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) TechNet Berlin e.V. |
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| Ansätze sozialökonomischer Wissenschaft und Forschung | ||
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Association for Social Economics (ASE) The Association for Social Economics was established 1941 in Washington, DC. The association was formed to advance scholarly research and writing about the great questions of economics, human dignity, ethics, and philosophy. The Review of Social Economy publishes high quality peer-reviewed papers on the many relationships between social values and economics. Among the subjects addressed are income distribution, justice and equity, poverty, cooperation, human dignity, labour, workplace organization, gender, need, the environment, economic institutions, economics methodology and class. http://www.socialeconomics.org/ Society for
the Advancement of Socio-Economics (SASE)
Uluorta, Hasmet
M.: The Social Economy Working Alternatives in a Globalizing Era.
Routledge, UK. 2009 [ The author concludes that the social
economy presents fundamental challenges to understandings that underpinned
the previous economic order ] |
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literatur zur sozialökonomie | |
| Begriffliche und empirische Annäherungen | ||
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Social and solidarity economy Wikipedia zur social and solidarity economy http://en.wikipedia.org/wiki/Solidarity_economy
Begriffe der Zivilgesellschaft
Stadtwegweiser Sozial-Atlas
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| Literatur zum Thema Sozialwirtschaft | ||
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Arnold, Ulli und Moelicke, Bernd: Lehrbuch der Sozialwirtschaft. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2003 Edition SocialManagment. Bellermann, Martin: Sozialökonomie. Soziale Güter und Organisationen zwischen Ökonomie und Politik. Lambertus-Verlag, Freiburg im Breisgau 2004.
Birkhölzer, Karl: Das Dritte System als innovative Kraft: Versuch einer
Funktionsbestimmung. In: Widersprüche - Zeitschrift für sozialistische
Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsystem. Heft 75/2000.
Zum IPkW-Onlinetext
Brandner Johann W.: Sozialarbeit und Philosophie der Praxis, in: Forum Kritische Psychologie, Heft 40. Argument-Verlag, Hamburg 1999. Buestrich, Michael / Burmester, Monika u.a.: Die Ökonomisierung sozialer Dienste und sozialer Arbeit. Entwicklung - theoretische Grundlagen - Wirkungen. Reihe Grundlagen der sozialen Arbeit - Band 18. Schneider Verlag, Hohengehren 2008. Butterwegge, Christoph: Krise und Zukunft des Sozialstaats. VS Verlag für Sozialwissenschaften. 3. Auflage, Wiesbaden 2006. [ Mit umfangreicher Literaturauswahl zum Thema Sozialstaat und Sozialpolitik ] Creydt, Meinhard: Dritter Sektor - Keimzellen für eine lebbare Zukunft?, S. 184-189 in: Widerspruch. Beiträge zur sozialistischen Politik. Heft 34, Zürich 1997. Elsen, Susanne: Die Ökonomie des Gemeinwesens. Sozialpolitik und Soziale Arbeit im Kontext von gesellschaftlicher Wertschöpfung und -verteilung. Juventa Verlag, Weilheim und München 2007. [ Ansätze ökonomischer Komplementär- und Alternativstrukturen im Sinne einer am Gemeinwesen orientierten Ökonomie als Anknüpfungspunkte für die Konzeption zukunftsfähiger Alternativen ] Elsen, Susanne: Gemeinwesenarbeit und Gemeinwesenökonomie im Zeitalter der Globalisierung. In: Klöck, Tilo (HG:): Solidarische Ökonomie und Empowerment, Jahrbuch Gemeinwesenarbeit 6, AG SPAK Publikationen, D-Neu-Ulm, 1998, S. 69-99. Als Onlinetext. Meyer, Michael / Neumayr, Michaela: Szenarien für die Sozialwirtschaft - Was gibt es zu gewinnen, was zu verlieren? [ Aufschlussreiche Thesen und Materialien zum Vortrag beim Symposium Solidarität in der Krise, in Wien am 21. Oktober 2009 ] Nikolaus Dimmel, Andreas Riesenfelder, Ruth Simsa: Diskussionsrunde zur Sozialwirtschaft. In: Kurswechsel Heft 4/2004: Sozialwirtschaft in Österreich. Alternative oder Lückenbüßerin. Wien 2005. Siehe auch Editorial zu Heft 4/2004. Eichhorn, Peter u.a.: Privatisierungsdogma widerspricht Sozialer Marktwirtschaft. Öffentliche Unternehmen sind unverzichtbar zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben, in: Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft (Hrsg.), Beiträge zur öffentlichen Wirtschaft Heft 13, Berlin 1994. Hans-Günter Krüsselberg, Heinz Reichmann (Hrsg.): Zukunftsperspektive Familie und Wirtschaft. Vom Wert von Familie für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Vektor Verlag (Grafschaft) 2002. Leipert, Christian (Hrsg.): Demografie und Wohlstand. Neuer Stellenwert für Familie in Wirtschaft und Gesellschaft. Leske + Budrich Verlag, Opladen 2003. Madörin, Mascha: Die andere Hälfte der Wirtschaft. Care Economy: Die Oekonomie des Sorgens und Pflegens. WoZ-Online v. 18.01.2001, über: http://www.woz.ch Mies Maria: Hausfrauisierung, Globalisierung, Subsistenzperspektive. S. 157-187 in: Knapp Gudrun A. / Wetterer Angelika (Hrsg.): Soziale Verortung der Geschlechter. Gesellschaftstheorie und feministische Kritik. Westfälisches Dampfboot, Münster 2001.
Müller, Horst:
Die Kategorie
Sozialwirtschaftliche Dienste und das
Konzept einer Sozialwirtschaft als Systemalternative. Notizen als
IPkW-Onlinetext
Müller, Horst: Eine neue
Konstellation in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Zum
IPkW-Onlinetext
Pfeifer-Schaupp, Ulrich (Hrsg.): Globalisierung und Soziale Arbeit. Grundbegriffe - Problemfelder - Perspektiven. VSA-Verlag, Hamburg 2005. Priller, Eckhard / Zimmer Annette / Anheier Helmut K.: Der Dritte Sektor in Deutschland, S. 12-21 in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Zeitschrift Das Parlament, B9/1999. Reitter, Karl: Zivilgesellschaft - ein Fehlbegriff? http://mailbox.univie.ac.at/Karl.Reitter/zivilgesellschaft.htm Reuter, Norbert: Die zunehmende Auseinanderentwicklung
zwischen den leistungsbezogenen und monetären Größen der Wirtschaft. In:
Zeitschrift für Sozialökonomie -
Folge 82, Oktober 1989. [ Neben diesem Artikel noch Michael Grimmiger,
Kapitalismus am Ende des 20. Jahrhunderts sowie Dirk Löhr, Die
Scherenentwicklung von realen und monetären Größen in der Wirtschaft ]. Zur
ZfSÖ
Seifert, Eberhard: Ökonomie der Zeit als Alternative ökonomische Theorie einer freien Gesellschaft, in: Arbeitspapiere Nr. 60 des FB Wirtschaftswissenschaft der Gesamthochschule Wuppertal, Wuppertal 1982. Weinzierl, Rupert: Is there an Alternative? Das politische Potential der Sozialwirtschaft. S. 25-31 in: BEIGEWUM (Hrsg.), Kurswechsel. Zeitschrift für gesellschafts-, wirtschafts- und unweltpolitische Alternativen Heft 4/2004: Sozialwirtschaft in Österreich. Alternative oder Lückenbüßerin. Sonderzahl Verlag, Wien 2004. Wolf Rainer Wendt: Sozialwirtschaft - eine Systematik. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2003. [ Das Buch will systematisch Zusammenhänge, Bezüge und Strukturen darstellen, in denen die Sozialwirtschaft ihre Zwecke erfüllt. Dabei werden eher die volkswirtschaftlichen Aspekte beleuchtet, während Managementmethoden im engeren Sinne nur am Rande thematisiert werden ]. Besprechung von Wolfgang Klug bei socialnet Wissenschaftszentrum Berlin: Der Dritte Sektor
(Forschungsschwerpunkt Sozialer Wandel) Mitteilungen 1995 -
Heft 67, Berlin. |
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dritter sektor | |
| Tertiärsektor als beschäftigungspolitische Hoffnung | ||
Bußmann, Ludwig (Hg.): Vollbeschäftigung und Tertiarisierung (Drei-Sektor-Hypothese). Dokumentation einer internationalen Tagung. Duncker & Humblot, Berlin 1999. [ Zukunft der Industrie und Entwicklung eines Sektors produktions- oder haushaltsnaher Dienstleistungen bzw. einer sog. Tertiarisierung ] |
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| Kongress zum Thema Drittes System | ||
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Demokratie und Sozialkapital - die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure
Kongress im Juni 2002
- Workshop
3 - Panel 1 Welches sind die Unterschiede zu bzw. Gemeinsamkeiten mit verwandten oder konkurrierenden Begriffen wie Nonprofit-Sektor, Voluntary Sector, Community Sector, Soziale Ökonomie, Solidarwirtschaft? Brauchen wir eine Theorie zum Dritten Sektor/Dritten System oder handelt es sich dabei lediglich um ein Konzept mittlerer Reichweite, das anknüpft an theoretische Angebote sozialwissenschaftlicher Disziplinen (wie etwa der Mikroökonomie, des Strukturfunktionalismus, der Theorie des kommunikativen Handelns oder der Pluralismustheorie)? Brauchen wir in diesem Zusammenhang ein neues Verständnis des Begriffs der Gemeinnützigkeit ? Die Diskussionen zum Dritten Sektor/Dritten System gelangen unter den Gesichtspunkten des zivilgesellschaftlichen Diskurses und der Zukunft der Arbeit gegenwärtig in eine neue Phase. Standen in den letzten Jahren vor allem operationale Konzepte zur empirischen Ausleuchtung des Sektors, seines Stellenwerts und Umfangs, der internen Strukturierung und Entwicklung sowie der Leistungen und Finanzierung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, stellen sich auf der Grundlage des angesammelten empirischen Materials neue Fragen: - Was verbirgt sich hinter den Begriffen Dritter Sektor/Drittes System? Gelingt es ihnen, ausreichend das gesamte Spektrum von Organisationen abzudecken, die als Nonprofit-Organisationen, zivilgesellschaftliche Organisationen, gemeinnützige Organisationen, intermediärer Bereich usw. bezeichnet werden, oder müssen wir uns auf eine neue Begrifflichkeit orientieren? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeichnen heute die Begriffe Dritter Sektor und Drittes System aus? - Was ist dieser Bereich eigentlich: Dienstleister (z. B. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der Wohlfahrtsverbände) oder Lebenswelt (freiwillige Mitgliedervereinigungen im Bereich von Politik, Sport und Kultur)? In welchem Verhältnis stehen wirtschaftliche und nicht-wirtschaftliche Zielsetzungen? Zu welchen theoretischen und praktischen Konsequenzen führt die empirisch konstatierte Zweiteilung des Sektors in Organisationen, bei denen einerseits die Qualität als Dienstleister und andererseits das assoziative Moment der Dritte-Sektor-Organisationen als freiwillige Vereinigungen mit lebensweltlichen Bezügen und ihr zivilgesellschaftlicher Stellenwert im Mittelpunkt stehen? - Kann man überhaupt noch von einem Dritten Sektor/Dritten System sprechen, wenn
hinsichtlich der Wohlfahrtsproduktion die Verbindungen und Übergänge zwischen
Dritte-Sektor-Organisationen, Einrichtungen des Staates, Marktunternehmen und dem
familialen Bereich immer enger werden? Führt dies hinsichtlich der Wohlfahrtsproduktion
zu einem neuen Wohlfahrtsmix? Welche Konsequenzen für die Leistungserstellung auf der
einen Seite und für die Erweiterung von Partizipationsmöglichkeiten auf der anderen
Seite sind abzusehen? Lassen sich die mikroökonomischen Perspektiven des Dritten
Sektors/Dritten Systems sinnvoll mit den Debatten zur Zivilgesellschaft verbinden?
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| Dritter Sektor in der Theorie von Marco Revelli | ||
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Kapitalismus und Alternativen im Dritten Sektor Aus der Rezension von Karl Reitter zu Revellis Buch Im letzten Drittel seines Buches versucht Revelli die gesellschaftlichen Aufgeben der Linken näher zu umreißen. Ausgangspunkt dafür ist sein Befund, dass der Poststrukturalismus dazu tendiere, jene gesellschaftlichen Grossgruppen, die im Fordismus geschaffen wurden, zu zersetzen, "ohne dass am Horizont irgendein anderer Prozess der Wiederzusammensetzung, sei er auch nur embryonal, zu erkennen wäre." Obwohl Revelli durchaus dem Operaismus nahesteht, sind seine Schlussfolgerungen weitaus pessimistischer als etwa jene Antonio Negris, der überall die Macht der Multitude konstatiert. Während Negri die ontologischen Bedingungen für die revolutionären Subjekte als gegeben erachtet, plädiert Revelli für die bewusste Konstitution eben jener Subjekte. Die Linke habe in die "Entstehung und Strukturierung des sozialen Geflechts" einzugreifen, eines Geflechts, das nach seiner Auffassung der Poststrukturalismus ersatzlos zerstört würde. Sehr rasch zeigt Revelli, was er eigentlich damit meint. Nach seiner Auffassung kommt dem Dritten Sektor, also dem gesellschaftlichen Bereich jenseits von Markt und Staat, zunehmende Bedeutung zu. Der Autor ist freilich vom unkritischen "Es lebe die Zivilgesellschaft" Gejodle meilenweit entfernt. Der Dritte Sektor ist bloß der Schauplatz, an dem zwei antagonistische Vergesellschaftungsmodelle miteinander konkurrieren. Der völligen Vermarktung des Sozialen stehe eine neue "solidarische Ökonomie", neue Formen der Gemeinschaft gegenüber. Der Kampf zwischen Kapitalismus und seinen Alternativen findet innerhalb dieses Sektors statt. "Denn von dessen Erfolg wird es abhängen, ob die aktuelle Tendenz, daraus eine subalterne Funktion für die Unterstützung des Rückzugs des Sozialstaats und eine bisher ungekannte Durchdringungskraft des Marktes zu machen; oder, im Gegenteil, die Möglichkeit seine Arbeitsprozesse mit Antikörpern gegen den Despotismus der generalisierten Ökonomie zu durchziehen." Gerade dieser Abschnitt ist voll scharfsinniger Überlegungen zu den Grenzen, der Bedeutung und der Problematik des sogenannten Dritten Sektors. Auch der notwendige Verweis auf Polanyi und Tönnies fehlt nicht... Quelle: Reitter, Karl: Rezension zu
Marco Revelli Die gesellschaftliche Linke. Jenseits der Zivilisation der Arbeit,
in: Grundrisse, Zeitschrift für linke Theorie und Debatte Nr. 1. Siehe auch http://www.kulturkritik.net/oekonomie/postfordismus |
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| Rifkins Thesen zum dritten Sektor | ||
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Rifkin, Jeremy: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft. Neue Konzepte für das 21. Jahrhundert. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2004. ...So utopisch sich diese Konzeption anhört, so nachdrücklich reiht sich Rifkin damit in die Reihe derjenigen Theoretiker ein, die nach einem Vergemeinschaftungsprinzip jenseits von Markt und Staat suchen. Kein Zufall ist es, dass dabei immer wieder die Produktionsbereiche des Sozialen, der Gesundheit, der Bildung und der Gefühle ins Zentrum rücken. Denn es handelt sich um diejenigen Bereiche, die zunehmend von der staatlichen Aufsicht in die marktwirtschaftliche Dimension übergehen, ohne darin aufzugehen. Was in Wirklichkeit in den letzten Jahrzehnten ins Wanken geraten ist, betrifft die strikte Trennung zwischen dem Kommerziellen und dem Privaten. Die viel diskutierte Durchdringung der Lebenswelt von marktwirtschaftlichen Gesetzen zerstört das, was als Trennung in eine Welt des Profits und eine Welt der Hingabe zugleich ihre Grundlage ausmacht. Indem die sozialen Einheiten - vor allem die Familie - zersetzt werden, wird es zugleich möglich, diese neu zu organisieren. Während der New Deal die Mittelstandsfamilie zum ökonomischen Ideal erhoben hat, rücken gegenwärtig deren Zerfallsprodukte ins Zentrum. Soziale Bewegungen speisen sich vor allem aus denjenigen, die sich nicht mehr in diesem Ideal aufgehoben sehen. Das können ganz heterogene Gruppen sein, die ihre Vergemeinschaftung auf eine andere Weise organisieren müssen. Wie bei Michael Hardt und Toni Negri wird damit der dritte Sektor für Rifkin zum eigentlichen Hoffnungsträger, und zwar genau in dem Moment, in dem die soziale Not - nicht nur ökonomisch - am größten ist. Eine gut eingeübte Gedankenfigur in der Katastrophen-Moderne... Quelle: Sachbuch-Rezension von Leander Scholz im Freitag, 26. März 2004. |
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